DIE ERSTEN PROTOTYPEN EINER UHR. UND IHRE ERBAUER.
Im Atelier der Prototypenbauer werden die Pläne der Konstrukteure zum ersten Mal in die Praxis umgesetzt. Während unzähliger Stunden stellen die Lange’schen Meister in dieser Abteilung jedes neue Teil einzeln her, um seine fertigungstechnische Umsetzbarkeit zu untersuchen und seine Belastbarkeit zu kontrollieren. Anschließend bauen sie die Teile zu den ersten Prototypen zusammen und überprüfen daran die praktische Funktionsfähigkeit aller Mechanismen.
In enger Zusammenarbeit mit den Konstrukteuren werden alle konstruktiven Details dabei gnadenlos unter die Lupe genommen und nötigenfalls optimiert, damit die Funktion eines neuen Uhrwerks auf Generationen hin sichergestellt ist.
In enger Zusammenarbeit mit den Konstrukteuren werden alle konstruktiven Details dabei gnadenlos unter die Lupe genommen und nötigenfalls optimiert, damit die Funktion eines neuen Uhrwerks auf Generationen hin sichergestellt ist.

TRAGETEST.
Um die Funktionsfähigkeit und Dauerhaftigkeit einer neuen Uhr zu erforschen, werden die Prototypen nach der Montage umfangreichen Tests unterzogen. Der eine Teil der Prototypen wird für praktische Funktions- und Trageversuche an Mitarbeiter ausgehändigt. Diese beobachten und protokollieren das Verhalten der neuen Uhr über Wochen und Monate hinweg auf das Sorgfältigste.
SCHLAGTEST.
Der andere Teil der Funktionsmuster wird jedoch weit größeren Belastungen ausgesetzt: Denn er muss im hauseigenen Prüflabor zahlreiche, geradezu mörderische Tests absolvieren. So wird ein Prototyp beim Schlagtest einem Stoß ausgesetzt, der den Fall der Uhr aus einem Meter Höhe auf einen Hartholzboden simuliert. Danach muss das Werk immer noch funktionieren – obwohl die Teile hier einer Belastung ausgesetzt werden, die dem 5.000-fachen ihres eigenen Gewichts entspricht.
LANGZEITTEST.
Ebenso strapaziös ist der Schalttest, bei dem die Langzeitbeständigkeit der Uhr untersucht wird. Dabei wird der Großdatumsmechanismus durch 36.525-faches Betätigen des Korrekturdrückers um 100 Jahre vorwärts geschaltet. In einer Klimakammer werden zudem die Temperaturresistenz und das Verhalten bei unterschiedlicher Luftfeuchtigkeit getestet, um die verschiedensten Klimazonen zu simulieren.DYNAMIKTEST.
Besonderes Augenmerk richten die Lange’schen Meister auch auf dynamisch beschleunigte und abrupt abgebremste Teile. Um festzustellen, ob ein mechanischer Konflikt zwischen zwei Teilen besteht, kommt eine High-Speed-Kamera mit bis zu 10.000 Aufnahmen pro Sekunde zum Einsatz. Sie kann schnelle Bewegungsabläufe in allen Details sichtbar machen und hilft so, das Uhrwerk zu perfektionieren.FÜHRUNG IN DER NÄCHSTEN ABTEILUNG FORTSETZEN

