

Von Anfang an wollte Ferdinand A. Lange dabei Zeitmesser bauen, die sich durch eine gleichbleibend hohe Qualität und Zuverlässigkeit auszeichneten. So führte er das metrische System in die Uhrmacherei ein, um Uhrwerksteile einfacher berechnen zu können und stattete Drehstühle mit einem fußbetätigten Schwungrad aus, um Bauteile präziser fertigen zu können. Diesem Zweck diente auch die 1864 eingeführte Dreiviertelplatine, welche die Uhrwerke solider und unempfindlicher machte.

Nachdem er seine Lehrlinge in allen grundlegenden Fertigungstechniken ausgebildet hatte, hielt er sie zur Spezialisierung auf bestimmte Arbeitsgebiete an. So konnten diese ihre speziellen Talente nutzen, um die Qualität und Präzision der Taschenuhren weiter zu steigern. Viele von ihnen gründeten schon wenige Jahre später eigene Werkstätten, in denen sie Triebe, Federhäuser oder Zeiger hergestellten. Nach und nach entwickelte sich Glashütte so zu einem Zentrum der deutschen Feinuhrmacherei, in dem immer mehr Menschen ihr Auskommen fanden.


