
DER DRESDNER ZEITDIENST.
Zum Bau von Uhren standen sie zudem den Inspektoren des Mathematisch-Physikalischen Salons zur Seite, die Ende des 18. Jahrhunderts einen Zeitdienst im Dresdner Zwinger einrichteten. Mithilfe eines Passage-Instruments wurde am Stand der Sonnedabei täglich die exakte Ortszeit ermittelt, nach der die Schlossuhr
und später auch die Bahnhofsuhren Dresdens gestellt wurden.

Ab 1842 hatte Johann Christian Friedrich Gutkaes das Amt des Hofuhrmachers inne. Er war über die Grenzen Sachsens hinaus bekannt: Denn in seiner renommierten Kunstuhrenfabrikation fertigte er feinste Taschenchronometer von höchster Präzision. Kurz vor seiner Ernennung zum Hofuhrmacher entstand hier auch die weltberühmte Fünf-Minuten-Uhr für die Semperoper in Dresden.

Zum Bau solch außergewöhnlicher Zeitmesser befähigte ihn sein umfassendes uhrmacherisches Wissen, das unter den Hofuhrmachern von Generation zu Generation weitergegeben wurde. Für den jungen Ferdinand A. Lange war es eine große Ehre, dass ihn Gutkaes als Lehrling unter seine Fittiche nahm.


