EINE NEUE GOLDLEGIERUNG ZUM 165. JUBILÄUM.

Seit der Mensch die Kunst der Metallverarbeitung erlernt hat, hat ihn die unvergängliche Schönheit des Goldes fasziniert: Nicht nur Sakralgegenstände und Juwelen werden aus Gold gefertigt – auch für besonders wertvolle Gegenstände des täglichen Gebrauchs wird es verwendet.

In seiner reinsten, natürlichen Form allerdings ist Gold relativ weich. Für Schmuck und Uhren wird Gold daher mit Spuren anderer Metalle legiert, was es um einiges härter macht. Aber selbst dann ist die Oberfläche immer noch vergleichsweise empfindlich. Wer solch ein kostbares Stück am Handgelenk trägt, muss achtgeben, es vor Kratzern zu schützen.

Für die Jubiläumsedition „Homage to F. A. Lange“ wurde deshalb eine neuartige Legierung entwickelt: 18 Karat honigfarbenes Gold. Sein zurückhaltend warmer Honigton könnte leicht über seine andere Haupteigenschaft hinwegtäuschen: Mit einer Vickers-Härte von 300 bis 320 HV 1 ist es deutlich härter als bisherige Goldlegierungen. Und damit erheblich widerstandsfähiger gegen die Einflüsse der Zeit.

Zur Veranschaulichung: Normales Gelbgold hat eine Vickers-Härte von 135 HV 1. Das entspricht Härte 3 bis 4 auf der besser bekannten Mohs’schen Härteskala. Sie teilt die Härte danach ein, mit welchem Material sich ein untersuchtes Medium ritzen lässt. Herkömmliches Gelbgold entspricht in seiner Härte Materialien, die sich schon mit einer Kupfermünze ritzen lassen. 18 Karat honigfarbenes Gold hingegen liegt auf der Härteskala nach Mohs zwischen 4 und 5. Um dieses zu ritzen, müsste man schon zu einem Messer aus gutem Stahl greifen.