KLANGVOLLE HÄRTE: DIE TONFEDERN.
Eine besondere Herausforderung für die Meisteruhrmacher ist die Herstellung der Tonfedern – bei jeder LANGE ZEITWERK STRIKING TIME. Ihr Stahl wird in einem aufwendigen Verfahren in mehreren Arbeitsschritten in besonderem Maße gehärtet. Die Schwierigkeit besteht darin, jeder Tonfeder den gewünschten Klang zu verleihen. Dazu müssen auch das Gewicht der beiden Tonhämmer, ihr Aufschlagwinkel und ihre Anschlaggeschwindigkeit exakt aufeinander abgestimmt werden. Nur wenige Meisteruhrmacher beherrschen diese Kunst, die zu den bestgehüteten Geheimnissen der Zunft gehört.
OPTIMALE ENERGIENUTZUNG.
Das Nachspannwerk der LANGE ZEITWERK generiert so viel Kraft, dass diese teilweise mit einem Windflügel absorbiertwerden muss. Im Kaliber L043.2 der LANGE ZEITWERK STRIKING TIME kommt diese überschüssige Energie dem Schlagwerk zugute. Dabei drehen sich 2 Schneckenscheiben auf einer Wellejede Stunde einmal um sich selbst und spannen dabei die Federn für beide Tonhämmer. Beim Stundenhammer fällt die Feder nach Vollendung der Umdrehung wieder ab und schlägt gegen die Tonfeder. Der Viertelstundenhammer wird dagegen dreimal pro Umdrehung ausgelöst und erzeugt so die Viertelstundenschläge.
DIE QUELLE ALLER KRAFT: DAS PATENTIERTE FEDERHAUS.
Die patentierte Federhauskonstruktion deckt den enormen Energiebedarf, der vor allem beim gleichzeitigen Weiterschalten aller drei Scheiben zur vollen Stunde auftritt. Dabei wird das bekannte Aufzugs- und Ablaufprinzip buchstäblich auf den Kopf gestellt: Denn das Federhausrad dreht sich beim Ablaufen im reibungsminimierten Lager. Das reibungsintensivere Lager des Federhauses wird dagegen dann benutzt, wenn die Uhr aufgezogen wird. So muss man sich beim Aufziehen der Uhr zwar geringfügig mehr anstrengen – dafür bleibt von der gespeicherten Energie der Aufzugsfeder mehr für den Antrieb der Uhr übrig. Und die Dimensionierung der Aufzugsfeder kann bei gleicher Energieausbeute geringer ausfallen.