EINE HOMMAGE AN DIE ZEIT DER GROSSEN ENTDECKER.
Der Übergang vom 18. ins 19. Jahrhundert war geprägt von der Entstehung einer neuen Sicht der Welt. Berühmte Naturforscher wie Alexander von Humboldt erfassten erstmals systematisch den Aufbau des Planeten und seine Flora und Fauna. Meisteruhrmacher wie der Dresdner Johann Heinrich Seyffert bauten die dafür notwendigen Präzisionsinstrumente. Von ihm stammt auch die Beobachtungstaschenuhr, die für das ungewöhnliche Zifferblatt der RICHARD LANGE TOURBILLON „Pour le Mérite“ Vorbild war.
EINZIGARTIG ÜBERSICHTLICH − DAS REGULATORZIFFERBLATT.
Für die wissenschaftlichen Beobachtungen jener Zeit war es oft von Vorteil, Stunde, Minute und Sekunde separat anzuzeigen, um Verwechslungen der verschiedenen Anzeigen gerade bei schlechten Lichtverhältnissen auszuschließen. Dieses sogenannte Regulatorzifferblatt verfügte allerdings üblicherweise über eine zentrale Minute; nur für die Stunde und Sekunde gab es kleine Hilfszifferblätter. Die drei sich überschneidenden Zifferblätter der RICHARD LANGE TOURBILLON „Pour le Mérite“ präsentieren sich in ausgewogener Übersichtlichkeit und geben der Uhr ein ganz eigenes Gesicht. Ihr besonderer Reiz liegt darin, dass sich der Ausschnitt, durch den man das Tourbillon beobachten kann, auf dem Zifferblatt der kleinen Sekunde befindet.
FREIE SICHT AUF DAS TOURBILLON VON ZWÖLF BIS SECHS.
Um möglichst viel vom filigranen Wunderwerk des Tourbillons sichtbar zu machen, wurde am Stundenzifferblatt das Segment von acht bis zehn Uhr ausgespart. Pünktlich um sechs bzw. 18 Uhr füllt blitzartig ein eigens entwickeltes Schwenkzifferblatt mit den Ziffern VIII bis X die Lücke, um genau ab 12 bzw. 24 Uhr wieder den Blick freizugeben. So ist die Zeit auch in der Tageshälfte zwischen sechs und 12 bzw. 18 und 24 Uhr eindeutig abzulesen.