1815 – Zeit der Entdeckungen (1)

Die 1815-Uhrenfamilie von A. Lange & Söhne trägt ihren Namen als Reminiszenz an den Gründer der sächsischen Feinuhrmacherei, Ferdinand A. Lange, der im Jahr 1815 in Dresden geboren wurde. Das Jahr markiert einen Wendepunkt in der Geschichte Europas. Napoleon verliert in Waterloo seine letzte Schlacht. Auf dem Wiener Kongress wird die Welt neu geordnet. Dabei schrumpft das Königreich Sachsen auf ein Drittel seines bisherigen Territo-riums zusammen. Diesen politischen Machtverlust gleichen die Sachsen mit der Förderung von Bildung, Kunst und Kultur aus. Der 1815 gegründete Botanische Garten Dresden zeugt von dieser wissenschaftlichen Aufbruchsstimmung zu Beginn des 19. Jahrhunderts, in der auch Ferdinand A. Lange später seine unternehmerische Vision verwirklichte.

Die Geschichte des Botanischen Gartens in Dresden ist wechselvoll und spannend. 1815 erhält die Chirurgisch-Medizinische Akademie ein Grundstück für die Schaffung eines Botanischen Gartens. Fünf Jahre später wird die Anlage feierlich eröffnet. Zum Direktor wird Heinrich Gottlieb Ludwig Reichenbach bestellt, einer der bedeutendsten Naturwissenschaftler seiner Zeit. Seine guten Kontakte zum sächsischen Königshaus bringen der neuen wissenschaftlichen Einrichtung Privilegien und finanzielle Unterstützung. Weitere fünf Jahre später verfügt der Garten bereits über einen Bestand von 7.800 Arten. Diese im Vergleich zu anderen Institutionen dieser Art außergewöhnlich hohe Zahl macht die Bedeutung des Botanischen Gartens in Dresden deutlich.

Auch in anderen Bereichen entwickelt sich Dresden zu Beginn des 19. Jahrhunderts zur Stadt der Wissenschaften. Der Mathematisch-Physikalische Salon nimmt Einfluss auf die Technikkultur der Stadt und wird zur obersten Instanz in allen Fragen der Zeitmessung. 1828 wird die Technische Bildungsanstalt gegründet. Hier können für die rasant fort-schreitende Industrialisierung Fachkräfte in technischen Berufen ausgebildet werden. Einer ihrer ersten und bekanntesten Schüler ist der angehende Uhrmacher Ferdinand A. Lange.

Heute gehört der Botanische Garten als zentrale wissenschaftliche Einrichtung zur Technischen Universität Dresden, die ihre Wurzeln in der Technischen Bildungsanstalt hat. Mit mehr als 10.000 Arten aus aller Welt zählt er zu den bedeutendsten Botanischen Gärten in Europa. Zu seinen Besonderheiten gehören das Alpinum mit vertikal gestellten Steinen, die an die Basaltsäulen des Giant’s Causeway an der nordirischen Küste erinnern, und die erhaltene Stammbasis einer alten Weihrauchzeder, deren Wachstumsringe die Schicksalsjahre Dresdens erkennen lassen. Hier entstanden die Bilder der 1815 AUF/AB und der 1815 RATTRAPANTE EWIGER KALENDER. Diese Modelle erinnern an Ferdinand A. Lange und seine legendären Taschenuhren, die den Geist einer wissenschaftlich geprägten Epoche in sich tragen.

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