Blue Moon

„Blue Moon“ nennt man im Englischen den zweiten Vollmond innerhalb eines Kalendermonats – ein seltenes Phänomen, das sich im Schnitt nur alle zweieinhalb Jahre ereignet. „Once in a blue moon“ müssen auch die meisten mechanischen Mondphasenanzeigen um einen Tag korrigiert werden. Denn der Einfachheit halber runden sie die Zeitspanne von Neumond zu Neumond auf 29,5 Tage, obwohl sie tatsächlich 44 Minuten und 3 Sekunden länger dauert.

Mondphasenanzeigen von A. Lange & Söhne sind weitaus präziser. Die meisten geben die Umlaufzeit des Erdtrabanten zu 99,998 Prozent genau wieder, wie zum Beispiel die neue GROSSE LANGE 1 MONDPHASE. Ihre Anzeige muss erst nach 122,6 Jahren um einen Tag nachjustiert werden. Doch die Lange’schen Produktentwickler bewiesen, dass die Präzision sich noch weiter steigern ließ: Die in diesem Jahr vorgestellte orbitale Mondphasenanzeige der RICHARD LANGE EWIGER KALENDER „Terraluna“ ist so exakt berechnet, dass sie erst nach 1058 Jahren um einen Tag abweicht. Darüber hinaus zeigt sie die jeweilige Konstellation des Mondes im Verhältnis zu Erde und Sonne.

15 Kaliber mit Mondphasenanzeige hat die sächsische Manufaktur seit 1994 entwickelt. Fünf Modelle mit dieser und weiteren Komplikationen aus der aktuellen Kollektion präsentierten sich vor einer faszinierenden Kulisse: Szenografien des Universums aus der „Harmonia Macrocosmica“ bildeten den Hintergrund für die hochpräzisen Zeitmesser. Sie entstammen dem prächtigen Himmelsatlas des deutsch-niederländischen Mathematikers und Kosmografen Andreas Cellarius von 1660*. Die Inszenierung verweist auf die enge Beziehung zwischen Himmelsbeobachtung und Zeitmessung, die von Anfang an danach strebte, den Lauf der Gestirne so genau wie möglich nachzuzeichnen.

Aus heutiger Sicht betrachtet, machen die reichen Illustrationen von Cellarius bewusst, wie grundlegend sich das Bild, das wir uns von der Welt machen, im Lauf der letzten zweitausend Jahre verändert hat: vom geozentrischen Weltbild des Ptolemäus, das die Erde in den Mittelpunkt stellt, bis zum kosmologischen Modell eines expansiven Universums.

Hier ist sehr wenig Platz.

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