facebook-pixel

Herausforderung für junge Talente

Erneut internationaler Nachwuchswettbewerb bei A. Lange & Söhne

Acht junge Uhrmacher aus sieben Ländern – den USA, Dänemark, Schweden, Finnland, Frankreich, den Niederlanden und Deutschland - nehmen am diesjährigen „F. A. Lange Scholarship & Watchmaking Excellence Award“ teil. Anfang Mai 2017 erhielten sie in Glashütte und Dresden Einblicke in die Lange’sche Uhrmacherkunst und nahmen die Wettbewerbsaufgabe entgegen. Sie besteht in der Entwicklung eines Regulators. Der mit 10.000 EUR dotierte Preis wird im Dezember verliehen.

Seit 2010 veranstaltet A. Lange & Söhne einen internationalen Wettbewerb für junge Uhrmacher. Lange-CEO Wilhelm Schmid begründet das mit der Verpflichtung zur Nachwuchsförderung, die sich das Unternehmen selbst auferlegt hat. „Schon für Ferdinand Adolph Lange war die Förderung junger Talente eine vorrangige Aufgabe. Und auch uns ist das wichtig, denn damit schaffen wir die Grundlagen für die Weiterentwicklung der Feinuhrmacherei“, so Schmid.

Darüber hinaus lernen Schüler von Uhrmacherschulen aus aller Welt A. Lange & Söhne durch den spannenden Wettbewerb kennen. „Alle nehmen einen großen Erfahrungsschatz und viele Inspirationen mit nach Hause“, betont Schmid.

Wie auch in den Vorjahren setzt sich der Wettbewerb aus mehreren Etappen zusammen. Der Startschuss fiel Anfang des Jahres mit der Ausschreibung, die an über 30 Uhrmacherschulen versendet wurde. Die Bewerber wurden von ihren Schulen nominiert, acht von ihnen wurden ausgewählt. Vom 2. bis zum 6. Mai 2017 besuchten sie Dresden und Glashütte. Das umfangreiche Programm umfasste neben einer Besichtigung der Manufaktur verschiedene handwerkliche Workshops. Unter fachkundiger Anleitung von Graveuren, Finisseuren und Uhrmachern lernten die jungen Talente spezielle Techniken wie Tremblage, Fasenpolitur und Umfangsschliff kennen. Darüber hinaus montierten sie ein Lange-Kaliber, eine Aufgabe, die aufgrund der empfindlichen Neusilberteile selbst für erfahrene Uhrmacher eine große Herausforderung bedeutet. Abgerundet wurde das Programm durch Aktivitäten wie Museumsbesichtigungen in Dresden.

Auch für die diesjährigen Teilnehmer war der Höhepunkt ihres Besuchs die Bekanntgabe der Wettbewerbsaufgabe durch Anthony de Haas, Direktor Produktentwicklung bei A. Lange & Söhne. Sie haben sechs Monate Zeit, einen Regulator zu konstruieren und zu bauen. Dafür wird ihnen ein Basisuhrwerk von ETA zur Verfügung gestellt. „Die räumlich voneinander getrennten Anzeigen von Stunde, Minute und Sekunde sind charakteristisch für diese Art von Uhren, die auch unter der Bezeichnung Referenzuhr bekannt sind“, erläutert de Haas die konstruktiven Besonderheiten dieses Uhrentyps. Früher wurden Regulatoren von Uhrmachern genutzt, um andere Uhren einzuregulieren. Im Mittelpunkt steht die präzise Darstellung der Minuten auf dem Hauptzifferblatt, um eine fehlerfreie Übertragung zu gewährleisten. Die Anzeigen für Stunde und Sekunde sind auf zwei Hilfszifferblätter verteilt. „Die Teilnehmer sind jedoch nicht an historische Vorbilder gebunden, sondern ausdrücklich eingeladen, die Aufgabe frei zu interpretieren“, erklärt de Haas weiter.

Die eingereichten Arbeiten werden im November von einer Expertenjury bewertet, im Dezember erfolgt dann die Bekanntgabe des Gewinners.

Hier ist sehr wenig Platz.

Für einen umfassenden Blick auf unsere Kollektion, vergrößern Sie einfach Ihr Browserfenster. Falls das nicht möglich ist, können Sie auch zur mobilen Version wechseln.

Zur mobilen Version

Choose your language