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A Passion for Classics Deutsche Feinuhrmacherei trifft auf die schönsten Oldtimer der Welt.

Autos und Uhren begeistern. Vor allem dann, wenn sie zu jenen seltenen Exemplaren gehören, von denen Menschen träumen. Als technische Meisterwerke stehen sie für Werte, die uns wichtig sind. Autos verkörpern Freiheit, Uhren die Zeit. In ihnen spiegeln sich Erfindergeist, Stilempfinden und das Streben nach Rekorden: der stärkste Motor, der präziseste Zeitmesser.

 

Bahnbrechende Innovationen haben das Fahren sicherer, energieeffizienter und komfortabler gemacht oder den Funktionsumfang der Uhr erweitert. Auf der Suche nach der besseren Lösung und der ultimativen Form entstanden und entstehen in beiden Bereichen immer wieder Meilensteine der Technik- und Designgeschichte. Seltene Prototypen und Einzelstücke werden in öffentlichen und privaten Sammlungen gepflegt und bei besonderen Anlässen präsentiert.

 

All das schwingt mit bei den Partnerschaften, die A. Lange & Söhne mit dem Concorso d’Eleganza Villa d‘Este, den Classic Days Schloss Dyck und dem Concours of Elegance Hampton Court Palace eingegangen ist. Bei diesen hochkarätigen Schönheitswettbewerben treffen die Liebhaber der edelsten Automobile, die jemals gebaut wurden, auf die Sammler und Kenner exklusiver Zeitmesser. Wer in klassischen Fahrzeugen Skulpturen auf Rädern erkennt, der weiß, dass mechanische Uhren die passenden Gegenstücke für das Handgelenk sind.

 

A. Lange & Söhne baut Uhren, die diesem hohen Anspruch gerecht werden. Der Name steht für die Leidenschaft, die Feinuhrmacherei mit neuen Ideen zu bereichern und immer weiter zu perfektionieren – von der Konstruktion über die handwerkliche Finissierung jedes Einzelteils bis hin zur zweifachen Montage der komplexen Werke. Alles ist dabei auf ein Ziel ausgerichtet: die Grenzen der Mechanik neu zu definieren und Klassiker von morgen zu schaffen.

Parkende Oldtimer beim Concorso d’Eleganza Villa d‘Este.

Concorso d’Eleganza Villa d‘Este

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Oldtimer auf Weg zum Schloss Dyck.

Classic Days Schloss Dyck

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Oldtimer trifft Zeitmesser auf dem Concours of Elegance Hampton Court Palace.

Concours of Elegance Hampton Court Palace

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Die nächste Generation

 

Bei den verschiedenen Concours d’Elegance trifft A. Lange & Söhne auf einflussreiche und charismatische Persönlichkeiten, die sich mit klassischen Automobilen und mechanischen Uhren gleichermaßen gut auskennen. Für CEO Wilhelm Schmid machen die inspirierenden Begegnungen mit idealistischen Sammlern den Wert der Partnerschaften aus. Besonders freut ihn, dass das Engagement für den Erhalt kultureller Werte in der nächsten Generation angekommen ist. Duccio Lopresto und Katie Forrest stehen exemplarisch für junge Menschen, die die Sammlungen ihrer Familien fortsetzen und dabei neue Akzente setzen.

 

Gemeinsam mit seinem Vater Corrado, erhielt Duccio Lopresto für den sensationellen Alfa Romeo Giulietta Sprint Speciale Prototipo beim Concorso d’Eleganza Villa d’Este 2017 den „Best of Show“ Award und die von A. Lange & Söhne gestiftete LANGE 1 ZEITZONE „Como Edition“. Corrado Lopresto hat eine der bedeutendsten Sammlungen italienischer Oldtimer aufgebaut und zahlreiche Preise gewonnen. Nun trägt sein Sohn Duccio die Sammlung in die Zukunft.

 

Der Mailänder Architekt und Unternehmer Corrado Lopresto ist ein Schatzsucher, der davon besessen ist, die Geschichten hinter seltenen, in Vergessenheit geratenen Kostbarkeiten zu rekonstruieren. Diese Leidenschaft hat sein Sohn übernommen. Duccio hat seinen Vater schon früher zu den Concours d’Elegance begleitet und fühlt sich in dieser Welt zuhause. Er hat sich vorgenommen die Fahrzeuge der Sammlung nicht als Museumsstücke zu behandeln, sondern sie unter die Leute bringen, denn „sie sind zu schön, um sie nicht auch auf der Straße zu zeigen“.

 

Darüber hinaus will er neue Schätze finden, um sie zu restaurieren und auf diese Weise die Mission seines Vaters auf seine Art fortzuführen. Sein Ziel ist es, die Mauer zwischen der Welt der Kunst und der Welt der Automobile zu überwinden und selbst wertvollste Oldtimer zurück auf die Straße zu bringen. Während der Milan Design Week 2018 organisierte er eine fahrende Ausstellung. Das war der erste Schritt. Weitere werden folgen.

 

Für Katie Forrest dreht sich alles um „Nellie“. So heißt ihr wunderbarer Rolls-Royce Silver Ghost aus dem Jahr 1912, mit dem sie 2017 die Club Trophy beim Concours of Elegance Hampton Court Palace gewann. Seinen Namen verdankt der Silver Ghost seiner Herkunft aus Indien. „Als das Auto Teil der Familie Forrest wurde, war es groß, grau und erinnerte an den Elefanten Nellie aus einem berühmten englischen Kinderlied“, erklärt Katie. Der offiziell auf den Namen „Taj Mahal“ getaufte Wagen stand zunächst im Dienst der Royal Air Force, wo man ihm eine schlachtschiffgraue Lackierung verpasste. Anschließend verbrachte er viele Jahre im Fuhrpark des Maharadschas von Nabha, bevor Katies Vater ihn in den frühen 1990er Jahren auf der Suche nach dem passenden Silver Ghost für die Teilnahme an einer Alpen-Rallye entdeckte und zurück nach England holte. Seither hat Nellie 120.000 Kilometer zurückgelegt.

 

Zu der stolzen Kilometerleistung hat Katie in nicht unerheblichem Maße beigetragen. Seit einigen Jahren fährt sie das stattliche Automobil, das sich fundamental von modernen Autos unterscheidet. Es hat weder eine Servolenkung noch ein synchronisiertes Getriebe. Dafür ist es mit zwei Bremskreisen ausgestattet. „Man muss die Mechanik des Autos verstehen, um es zu beherrschen“, erklärt sie. Sie sieht es als ihren Auftrag, alte Autos am Laufen zu halten. Es ist zugleich ihre Botschaft an die nächste Generation.

Talk to the Driver mit Duccio Lopresto

Duccio Lopresto hat sich vorgenommen die Fahrzeuge der Sammlung nicht als Museumsstücke zu behandeln, sondern sie unter die Leute bringen.

1. Sie sind seit Ihrem 10. Lebensjahr Fan von Oldtimern. Was faszinierend Sie so? Was sind die Unterschiede zu modernen Autos?

 

Ich liebe Oldtimer seit meiner Kindheit. Ich bin Italiener und Sohn eines Architekten, der Design liebte, Schönheit in all ihren Formen schätzte und ausgefallene und besondere Prototypen italienischer Hersteller sammelte. Das hat mich sehr beeindruckt. Oldtimer sind zeitlose Designobjekte, die ohne Rücksicht auf Faktoren konzipiert wurden, die heute bei der Herstellung von Autos vorherrschen, z. B. Sicherheit, Schutz und Gewinn. Alte Autos, insbesondere Konzeptfahrzeuge oder Autos mit maßgeschneiderter Karosserie, haben einen gewissen Reiz und eine einzigartige Eleganz. Sie sind wahre Kunstobjekte, nur eben auf Rädern. Am meisten faszinieren mich die Designelemente. Früher hatten Designer eine Freiheit, die es heute nicht mehr gibt. Denken Sie an den Alfa Romeo B.A.T. aus den fünfziger Jahren oder an den Lancia Astura Pininfarina aus den Dreißigern. Diese Autos waren quasi Diamanten auf Rädern. Moderne Autos sind völlig anders. Die Hersteller müssen unzählige Vorschriften, Sicherheitsvorgaben, Budgets und Auflagen von Marketing- und Finanzabteilungen einhalten. Natürlich gibt es immer noch einige schöne Autos. Die neuen Designs von Aston Martin und Land Rover gefallen mir zum Beispiel gut. Aber sie sind trotzdem nicht mit Oldtimern vergleichbar. Das Design ist bei den verschiedenen Marken oft recht ähnlich. Oldtimer sind Sammelobjekte. Moderne Autos hingegen sind Statussymbole oder haben einen gewissen Spaßfaktor – denn sie sind schnell!

 

 

2. Was sind Ihrer Meinung nach die Hauptgründe für Sammler?

 

Es gibt verschiedene Gründe, warum Menschen so viel Geld für das Sammeln von Oldtimern ausgeben. Aus meiner persönlichen Erfahrung heraus erwerben Sammler die Autos allein aufgrund ihrer Leidenschaft für Schönheit, Ästhetik, Mechanik und das Fahrvergnügen. Auch das Gefühl der Nostalgie ist ein Grund. Die Menschen erinnern sich an alte Zeiten, als Stirling Moss und andere erfolgreiche Fahrer an den legendären F1-Rennen oder am 24-Stunden-Rennen von Le Mans teilnahmen. Sie kaufen diese Autos, weil sie wie ein Tor zur Vergangenheit darstellen. Sie halten die Erinnerung lebendig. Sicherlich ist das Fahren ein weiterer wichtiger Grund. Die Freude, die Sie mit diesen Autos haben, lässt sich nicht mit dem Fahren moderner Autos vergleichen, die fast ausschließlich aus Elektronik, Chips und Computertechnik bestehen. In unserer Familie war der Grund für das Sammeln das Streben nach Schönheit – der Wunsch, die schönsten und ausgefallendsten Objekte zu besitzen, die jemals von genialen italienischen Designern geschaffen wurden. Viele Menschen sammeln auch als Geldanlage, aber ich sehe das nicht so. Wenn man diese Autos als Investition betrachtet, wird ihre historische und kulturelle Relevanz für die Gesellschaft in Mitleidenschaft gezogen.

 

 

3. Apropos Werte. Wie passt die einzigartige Lange 1 Zeitzone an Ihrem Handgelenk zu dieser besonderen Sichtweise? Was bedeuten Ihnen ein solches Meisterwerk der Mechanik und ein einzigartiges Auto?

 

Die Lange 1 Zeitzone ist ein einzigartiges Stück Kunsthandwerk. Sie spiegelt die besten technischen und fertigungsbezogenen Qualitäten wider, die man heute im Uhrenbereich findet. Das wunderschöne Design ist ebenfalls unbezahlbar. Die Lange 1 Zeitzone ist völlig anders als jede andere Uhr. Deshalb liebe ich sie so sehr. Sie ist wie ein einmaliger, maßgeschneiderter Oldtimer. So ein Stück kauft man nicht als Geldanlage, sondern weil man etwas Besonderes besitzen möchte, um sich besonders zu fühlen. Daher passt diese Uhr zu dieser Sichtweise. Uhren und Autos haben viel gemeinsam (Schönheit, Technik, Fertigung und mehr) und diese Uhr ist sicherlich etwas, das ich mit den Autos aus unserer Sammlung assoziieren würde.

 

 

4. Um wieder auf die Autos zurückzukommen: Wie haben Sie angefangen? Natürlich liegt Ihnen das Ganze im Blut, aber was war Ihre erste Liebe?

 

Ich habe sehr jung angefangen und meinen Vater zu allen Veranstaltungen rund um den Globus begleitet, z. B. Villa d'Este, Pebble Beach, Goodwood und andere. Außerdem bin ich mit ihm in Werkstätten gegangen, die Autos restauriert haben. Dort habe ich hautnah erlebt, wie sich die Mechaniker um diese schönen Autos kümmerten. Jedes Mal lernte ich etwas Neues über die Autos: ihre Geschichte, ihre Designer, ihre Bedeutung in der damaligen Zeit und die Bedeutung der Restaurierung, um ihre ursprüngliche Schönheit wiederherzustellen bzw. zu erhalten. Das alles hat mich als Kind sehr fasziniert. Ich habe Autos schon immer geliebt. Als ich fünf war, habe ich in meinem Ferrari-F1-Mechanikeranzug geschlafen! Früher habe ich alle F1-Rennen gesehen und bin mit meinem Vater nach Monza gefahren, als ich sechs Jahre alt war. Meine erste Liebe galt der Villa d'Este, wo wir 2001 mit dem Alfa Romeo 2500 Cabriolet Touring die Coppa d'Oro Best of Show gewonnen haben. Das war unser erstes Mal und ich erinnere mich, wie glücklich unsere ganze Familie war, als unser Sieg verkündet wurde. Ein unvergessliches Erlebnis!

 

 

5. Die Optik ist wichtig, aber welche Rolle spielt die Mechanik?

 

Die Mechanik ist sicherlich auch ein wichtiger Aspekt. Ihre Bedeutung wird oft unterschätzt. Die Technik der Fahrzeuge hat mich schon immer fasziniert. Ich habe mit 16 im Sommer als Mechaniker in einer Werkstatt in Mailand gearbeitet. Es war einfach toll, den ganzen Tag über an diesen schönen technischen Kunstwerken herumzuschrauben und sie zu berühren. Ich habe am Motor des Alfa Romeo 6C 1750 von 1931 gearbeitet – das Auto, mit dem wir bei der Villa d'Este waren, wo es ein paar Jahre später die Best of Show gewann. Durch die Arbeit in der Werkstatt habe ich ganz genau gelernt, wie ein Motor funktioniert und wie er gebaut ist. Das war ein echter Wendepunkt für mich, denn bis dahin wusste ich nicht viel darüber, was unter der Haube dieser wunderbaren Autos vor sich ging. Die Möglichkeit, einen Motor auseinanderzubauen und die gesamte Restaurierung vorzunehmen, hat diese Leidenschaft sicherlich noch verstärkt.

 

 

6. Kommen wir zur Lopresto-Sammlung. Sie umfasst meisterhafte italienische Raritäten. Was ist das Besondere am italienischen Design? Nach welchen Kriterien nehmen Sie ein Auto in die Sammlung auf?

 

Das italienische Design ist sicherlich einzigartig, und zwar nicht nur in der Automobilwelt, sondern in allen möglichen Bereichen. Das Besondere ist, dass jeder visionäre Designer das bisher Dagewesene komplett verändern wollte und jeder Kreation etwas Neues hinzufügte, das als völlig revolutionär galt. Sie wollten nicht nur schöne Autos bauen, sondern auch zeitlose Designobjekte kreieren. Denken Sie nur an das Lancia Stratos Zero Concept von Marcello Gandini von 1970. Das Auto war ein echter Schock und ein absolutes Novum in der Welt des Designs – sowohl damals als auch heute. Der Alfa Romeo Giulietta SS Prototipo aus unserer Sammlung von Franco Scaglione wurde 1957 entworfen, aber das Auto hätte ebenso gut heute oder sogar in der Zukunft gebaut werden können. Italienische Designer wollen immer auffallen und neue Maßstäbe setzen. Sie folgen keinem Trend. Ihnen geht es allein um die Schönheit in all ihren Formen. Sie sind Künstler. Deshalb sammeln wir nur Autos von italienischen Designern. Sie sind die besten Beispiele dafür, wie sich das Design im Laufe der Zeit und der Generationen verändert hat und doch immer einen Einfluss hat und die Gesellschaft aufhorchen lässt. Es gibt keine in Stein gemeißelten Kriterien, wenn wir ein neues Auto in unsere Sammlung aufnehmen. Aus Italien muss es sein. Ein Einzelstück, ein Prototyp oder eine limitierte Auflage eines italienischen Designers. Außerdem müssen die Fahrzeuge aus historischer Sicht interessant sein.

 

 

7. Die größte Sorge eines Sammlers ist es, niemanden zu haben, der die Tradition fortführt. Die beeindruckende Lopresto-Sammlung hat nun einen Nachfolger. Was sind Ihre Pläne? Welche Verantwortung fühlen Sie als Erbe?

 

Wir möchten die Sammlung definitiv in der Familie behalten. Gott sei Dank hat unser Vater enge Familienbande aufgebaut – auch dank unserer gemeinsamen Leidenschaft für Oldtimer. Wir werden die Sammlung zusammenhalten. Außerdem werden wir Ausstellungen organisieren und die historischen Fahrzeuge in aller Welt bekannter machen. Es handelt sich um Weltkulturgut. Deshalb müssen wir die Autos in Museen, auf Veranstaltungen und bei Rallys zeigen. Das hat mein Vater immer getan und das werde auch ich in den nächsten Jahren so handhaben. Natürlich ist das Erbe einer solchen Sammlung mit einer großen Verantwortung verbunden. Es ist nicht einfach, die gleichen Erwartungen und Qualitätsstandards zu erfüllen, wie sie mein Vater hatte. Menschen in aller Welt kennen den Namen Lopresto und erwarten von uns, dass wir sie immer wieder aufs Neue beeindrucken und ihnen den Atem rauben. Ich hatte den besten Lehrer überhaupt und ich bin überzeugt, dass ich mein Ziel erreichen werde.

 

 

8. Ihr Vater, Corrado Lopresto, sagte, dass er seit über 40 Jahren kein Auto mehr verkauft hat, obwohl der monetäre Gegenwert der Sammlung ins Unermessliche gestiegen ist. Was halten Sie davon?

 

Ich sehe das so wie er. Wir haben die Sammlung nicht aufgebaut, um damit Geld zu verdienen. Unser Ziel ist es, die weltweit bedeutendste Sammlung italienischer Autos und Designobjekte zu schaffen. Der Verkauf der Autos würde dazu schlichtweg nicht passen. Unser Ansatz ist ein kultureller. Mein Vater zitiert immer Nick Mason, der sagte, dass er als der Mann in Erinnerung bleiben möchte, der einen GTO gekauft und nie verkauft hat. Wir sehen das ähnlich: Wir sind die italienischen Verrückten, die seit über 40 Jahren kein Auto mehr veräußert haben! Sicherlich ist der Unterhalt der Sammlung eine kostspielige Angelegenheit, aber deshalb arbeite ich so viel nebenher, um wichtige Erfahrungen zu sammeln, damit ich die Sammlung über Jahre hinweg erhalten kann. Die Zusammenarbeit mit Museen wird uns auch dabei helfen, die Kosten für die Präsentation dieser Autos zu senken und einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

 

 

9. 2019 feiert die Concorso d'Eleganza Villa d'Este sein 90-jähriges Bestehen. Wie sollten sich solche Events entwickeln, um für die neue Generation attraktiv zu bleiben?

 

Ich denke, dass Villa d'Este gute Arbeit leistet, um die Leidenschaft auch bei jüngeren Generationen zu fördern. Durch den ständigen Wechsel der Klassen können zum Beispiel verschiedene Fahrzeuge ausgestellt werden. Auf diese Weise wird die Veranstaltung auch für junge Leute nie langweilig, die nicht viel Erfahrung mit dieser Art von Event haben. Auch die Einbeziehung der jüngeren Generation in der Jury ist etwas, das die Aufmerksamkeit auf sich zieht und es den Menschen ermöglicht, mit den Fahrzeugen zu interagieren. Es stimmt nicht, dass sich junge Menschen nicht für Oldtimer interessieren. Laut der größten Oldtimer-Versicherungsgesellschaft der Welt war 2018 das Jahr mit der größten Interaktion zwischen der Generation Y und Oldtimern in sozialen Medien und bei Veranstaltungen. Die sozialen Medien sind übrigens ein weiterer wichtiger Aspekt. Man muss dort Präsenz zeigen, sei es mit Fotos, Videos oder spannenden Inhalten. So hinterlässt man Eindruck bei jungen Menschen, die viel Zeit mit ihrem Smartphone verbringen. Um mehr neue Generationen einzubeziehen, müssen Veranstalter wie die der Villa d'Este verstehen, wen sie ansprechen, und sich laufend weiterentwickeln und an die „neue“ Öffentlichkeit anpassen und die wahre Seele bewahren, die sie auszeichnet. Das ist keine leichte Aufgabe, aber ich bin zuversichtlich, dass wir bei diesen Veranstaltungen in Zukunft immer mehr junge Menschen sehen werden.

 

Talk to the Driver mit Katie Forrest

Für Katie Forrest dreht sich alles um „Nellie“. So heißt ihr wunderbarer Rolls-Royce Silver Ghost aus dem Jahr 1912, mit dem sie 2017 die Club Trophy beim Concours of Elegance Hampton Court Palace gewann.

„Es gibt viele Gemeinsamkeiten zwischen einer mechanischen Uhr und einem klassischen Automobil: Bei beiden geht es um die Liebe zum Detail und das Streben nach mechanischer Perfektion. Die Leidenschaft der Menschen, die sie erschaffen, macht sie zu zeitlosen Objekten, die ihre Besitzer am liebsten für immer weiterlaufen lassen würden.“

-Katie Forrest

Die analoge Seite des Lebens

 

Wilhelm Schmid hat zwei Leidenschaften: handwerklich gefertigte Zeitmesser und klassische Roadster. Der ehemalige Automobilmanager ist seit 2011 CEO von A. Lange & Söhne. Die Begeisterung für das Autofahren hat er von seinem Vater geerbt, dem Besitzer eines Autohauses. Mit 17 Jahren kaufte er seinen ersten Oldtimer. Zur gleichen Zeit entdeckte er seine Faszination für mechanische Uhren.

 

In einer zunehmend digitalen Welt hat Wilhelm Schmid gelernt, die analoge Seite der Dinge zu schätzen. „Wenn ich einen Oldtimer fahre oder eine mechanische Uhr trage, fühle ich mich mit der Welt verbunden“, sagt er und fügt hinzu: „Wenn ich an meinen Fahrzeugen schraube, fühle ich mich den Konstrukteuren ganz nah und staune immer wieder über Details, die sie erdacht haben. So ähnlich geht es mir auch, wenn ich eine mechanische Uhr ticken höre. Ein bisschen ist das für mich wie der Herzschlag des Lebens.“

 

Kurz nach der Übernahme der Geschäftsführung von A. Lange & Söhne entschied er sich für das Engagement beim Concorso d’Eleganza Villa d’Este. Er sieht in den Partnerschaften der traditionsreichen Uhrenmanufaktur mit den führenden Concours d’Elegance natürliche Verbindungen: „Höchste Handwerkskunst, technische Innovation und zeitlose Ästhetik sind die Schlüsselwerte, die sowohl hinter den Wettbewerben als auch hinter A. Lange & Söhne stehen. Die Begeisterung für Technik und Eleganz verbindet Sammler und Kenner feinmechanischer Zeitmesser von heute mit den Liebhabern historischer Automobile. Besonders freut es mich, dass diese Leidenschaft ihren Weg in die nächste Generation gefunden hat.“

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