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The Art Of Waiting In der Fotoserie „The Art Of Waiting“ zeigt Clemens Poloczek, Kreativdirektor von iGNANT Production, eine neue Perspektive auf das klassische Modell 1815 JAHRESKALENDER.

"Warum immer so nah an das Produkt gehen? Wenn man gleich alles zeigt, ist doch die Spannung vorbei“, sagt Poloczek. Sein visueller Ansatz: die Perspektive von Dingen zu verändern und so Geschichten erfahrbar zu machen, die damit verbunden sind.

 

Er stellt nicht die nahe liegenden Fragen zu Mechanismen und Materialien. Ihn interessiert, „wer die Person sein könnte, die diese Uhr trägt – wie sie aussieht, wie sie sich bewegt und wie sie letztlich bestimmte Dinge tut.“ Zum Beispiel Warten. Ein zunächst banales Thema, das in unserem Alltag immer wieder vorkommt. Aber genau das macht für Poloczek „eben den Reiz aus: solchen alltäglichen Dingen eine Ästhetik zu geben. Diese Person wartet mit Hingabe, sie bricht nicht in Nervosität aus, sondern gibt sich der Situation hin“, erklärt er seine Interpretation.

 

Die Bilder, aufgenommen von André Hemstedt und Tine Reimer, stehen dazu im Kontrast. „Heute wird Warten oft als etwas Negatives empfunden – aber man kann ja nichts daran ändern. Einen erheblichen Teil unseres Lebens verbringen wir mit dem Warten in unterschiedlichsten Positionen: mal liegend, mal sitzend, mal angelehnt. Die Fotos rücken die Art, den Stil, wie jemand wartet, in den Vordergrund – jemand mit einem klassischen Jahreskalender am Handgelenk.

 

 

Das Modell aus der 1815-Familie von A. Lange & Söhne wird in präziser Handarbeit aus 345 Einzelteilen gefertigt. „Die Hochwertigkeit, die fühlbare handwerkliche Perfektion“ faszinieren Poloczek. Auf den meisten Bildern ist der Zeitmesser mit Zeigeranzeigen für Datum, Wochentag und Monat sowie einer Mondphasenanzeige nur angedeutet, seine Aura entfaltet sich erst in der Gedankenwelt des wissenden, feinfühligen Betrachters.

Die stabile Dreiviertelplatine aus naturbelassenem Neusilber, die gebläuten Schrauben, die verschraubten Goldchatons und der von Hand gravierte Unruhkloben kamen schon in den historischen Taschenuhren zum Einsatz. Prägende Elemente und Entwicklungen aus der Schaffenszeit von Ferdinand Adolph Lange wurden elegant aufgegriffen und in die heutige Zeit übersetzt. Mit der umlaufenden Minuterie im Stil „Chemin de fer“ und arabischen Ziffern und Zeigern aus gebläutem Stahl ist auch das Zifferblatt vom Design klassischer Uhren inspiriert.

 

Für Poloczek war es überraschend zu sehen, dass die 1815 JAHRESKALENDER trotz ihrer historischen Anlehnungen so perfekt mit dem modernen Umfeld harmoniert und damit progressiv wirkt. „Mit ihrem klassischen, durchaus reduzierten Design passt sie einfach gut zum Zeitgeist der neuen Generation“, so Poloczek. „Im digitalen Zeitalter sehnen wir uns nach haptischen Erlebnissen und analogen Werten. Dass der Jahreskalender genau das anbietet, wird in den Bildern intensiv spürbar. Auch oder eben gerade weil der Fokus nicht allein auf der Uhr liegt.“

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