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Konstante Kraft Das Nachspannwerk

Das Nachspannwerk einer mechanischen Uhr hat die Aufgabe, die Gangpartie mit möglichst gleichbleibender Kraft anzutreiben – egal, ob die Uhr voll aufgezogen oder fast abgelaufen ist. Doch das „Multitalent“ kann noch weitere Aufgaben übernehmen, die im Zusammenhang mit springenden Anzeigen stehen. 

Konstante Präzision: das patentierte Nachspannwerk

A portrait of Richard Lange appears. Display: A watch in the spirit of Richard Lange. This is followed by exquisite close-up views of a gold pocket-watch, its vibrating balance-wheel and its breathing balance-spring. Display: He turned fine watchmaking into precision watchmaking. The picture of the antique vibrating balance-wheel gives way – almost imperceptibly – to the vibrating balance of the RICHARD LANGE PERPETUAL CALENDER “Terraluna”. We witness the jumping of the patented constant-force escapement. A detailed view of the power-reserve indication follows. Display: 14 days of constant precision. Then a detail of the calendar displays. Display: perpetual calendar. The day-of-the-week indication jumps from Monday to Tuesday. Display: precisely jumping indications. We turn around the side of the case. Display: committed to precision and serving science. In an animation we see a multitude of stars, which deposit themselves on the large celestial disc on the movement side of the RICHARD LANGE “Terraluna”. Suddenly the moon, earth and celestial discs begin to turn in time-lapse, demonstrating the functioning of the orbital moon-phase display. From the rear view, the watch case turns over to the dial side. In a front view of the full watch-face the calendar indications change instantly from Tuesday 25th to Wednesday 26th October.

Mit der Ausdauer eines Marathonläufers

 

Mit zwei starken Aufzugsfedern stellt das Doppelfederhaus der RICHARD LANGE EWIGER KALENDER „Terraluna“ eine Gangreserve von 14 Tagen zur Verfügung. Bei der LANGE 31 sind es sogar 31 Tage. Wie ein Marathonläufer braucht dieses Nachspannwerk eine große Menge Energie und – noch wichtiger – es muss sich seine Kraft gut einteilen. Bei einem Federhaus mit einer so großen Leistung wäre bei Vollaufzug das Drehmoment zu hoch, um direkt an die Gangpartie weitergegeben zu werden. Und mit abnehmendem Drehmoment würde die Genauigkeit am Ende der Laufzeit nachlassen. Damit der Gang der Uhr über den gesamten Zeitraum stabil bleibt, ist bei beiden Uhren zwischen Doppelfederhaus und Gangpartie ein patentiertes Nachspannwerk geschaltet. 

 

Es sorgt dafür, dass das Doppelfederhaus alle zehn Sekunden eine geringe Energiemenge abgibt. Damit wird die Antriebsspirale um einen Winkel von 60 Grad nachgespannt. Dabei nimmt sie exakt die Energie auf, die sie während der nächsten 10 Sekunden an Ankerrad, Anker und Unruhspirale weitergibt. Da die Antriebsspirale immer wieder genau die gleiche Energiemenge abgibt, wird die Uhr an allen Tagen mit der gleichen Kraft angetrieben. Das Ergebnis ist eine konstante Amplitude und dadurch eine besonders hohe Ganggenauigkeit. Sowohl die Antriebsspirale des Nachspannwerks als auch die Unruhspirale sind im eigenen Haus gefertigt und können so optimal auf das Uhrwerk abgestimmt werden.

Das patentierte Nachspannwerk der RICHARD LANGE EWIGER KALENDER „Terraluna“

Wie der Sprung des Pumas

 

Bei den ZEITWERK-Modellen dient das Nachspannwerk nicht nur dazu, die Gangpartie mit gleichbleibender Kraft zu versorgen, sondern es erzeugt gleichzeitig die Schaltimpulse zum Weiterschalten der Sprungziffern. Wie ein Puma, der zum Sprung ansetzt, muss das Nachspannwerk einen hohen Energieimpuls bereitstellen. Es ist so konstruiert, dass exakt alle 60 Sekunden ein Nachspannvorgang durchgeführt wird. Während des Nachspannens wird für einen kurzen Moment das volle Drehmoment des Federhauses freigesetzt. Dieser Kraftstoß wird augenblicklich genutzt, um die Zifferscheiben weiterzuschalten. 

Wie ein Kolibri beim Schwirrflug

 

 

Bei der RICHARD LANGE SPRINGENDE SEKUNDE sind das Nachspannwerk und der Mechanismus der Springenden Sekunde zwar auf zwei Räderzüge verteilt, dennoch sind sie untrennbar miteinander verbunden. Wie ein Kolibri, der für seinen Schwirrflug eine hohe Flügelschlagfrequenz benötigt, muss das Nachspannwerk sekundengenau und in schneller Folge agieren. Einmal in der Sekunde wird das Federhaus kurzzeitig freigelassen. Dabei bewegt es gleichzeitig den Sekundenzeiger um eine Sekunde weiter und spannt die Feder des Nachspannwerks ein kleines Stück nach. Ganz nebenbei läuft die Uhr durch die konstante Antriebskraft sehr genau.

 

Nachspannintervall von 10 Sekunden wie etwa bei der RICHARD LANGE EWIGER KALENDER „Terraluna

Nachspannintervall von 60 Sekunden wie bei allen ZEITWERK-Modellen

Nachspannintervall von 1 Sekunde wie bei der RICHARD LANGE SPRINGENDE SEKUNDE

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