Tourbillon Mit der Erfindung des Tourbillons (franz. Wirbelwind) gelang es Ende des 18. Jahrhunderts, den Einfluss der Schwerkraft auf den Gang einer Uhr zu überwinden. In einem filigranen Käfig rotieren die gangbestimmenden Teile – Unruh, Anker und Ankerrad – einmal in der Minute um das feststehende Sekundenrad. So werden lageabhängige Einflüsse kompensiert.

Das Tourbillon verbessert die Ganggenauigkeit eines mechanischen Zeitmessers und trägt insbesondere bei Taschenuhren erheblich zur Präzisionssteigerung bei. Die Komplikation gilt als eine der aufwendigsten und faszinierendsten in der Feinuhrmacherei. Lange ist es im Jahr 2008 gelungen, den Wirbelwind zu bändigen: Eine patentierte Konstruktion erlaubt es, das Tourbillon anzuhalten – dadurch wird ein sekundengenaues Einstellen der Uhr möglich.

A. Lange & Söhne Tourbillon