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L1902 Die GRAND COMPLICATION

Die GRAND COMPLICATION ist der Gipfel Lange`scher Uhrmacherkunst. Inspiriert von der Taschenuhr Grande Complication Nr. 42500 aus dem Jahr 1902 bündelt sie eine Vielzahl aufwendiger Komplikationen in einer Uhr. 

Bild der GRAND COMPLICATION in rotgold Nahaufnahme der GRAND COMPLICATION mit Fokus auf das rotgolde Gehäuse Nahaufnahme der GRAND COMPLICATION

Die akustische Zeit wird von drei sogenannten Staffeln in der Mitte des Uhrwerks mechanisch abgetastet.

Die Funktionen der Grande Sonnerie 

 

Großes und kleines Geläut: Die GRAND COMPLICATION verfügt über ein Schlagwerk, das sich zu jeder vollen und zu den Viertelstunden in Gang setzt. Das große Geläut schlägt die vollen Stunden zusammen mit den Viertelstunden. Beim kleinen Geläut erklingen die Viertelstunden und nur zur vollen Stunde die Stundenschläge. Mit dem Umschalter am unteren Gehäuserand kann die Art des Schlagens ausgewählt werden. „G“ steht für das große Geläut, „K“ für das kleine Geläut. Mit dem Umschalter am oberen Gehäuserand lässt sich die Schlagwerkfunktion aktivieren und deaktivieren. „S“ bedeutet Schlagen. Bei „R“, das für Ruhe steht, ist die Schlagwerkfunktion ausgeschaltet. Ein separates Federhaus sorgt dafür, dass genügend Schlagkraft für 24 Stunden bei aktiviertem großem Geläut zur Verfügung steht.

 

Die Minutenrepetition: Durch Betätigung des Auslösers bei 8 Uhr wird die Minutenrepetition aktiviert. Mit dieser Funktion wird die aktuelle Uhrzeit minutengenau akustisch wiedergegeben. Die Anzahl der geschlagenen tiefen Töne verrät die Stunden. Doppeltöne stehen für die Viertelstunden und hohe Töne für die Minuten. 

 

Die Abstimmung: Der Mechanismus der Grande Sonnerie stellt besondere Anforderungen an den Uhrmacher. Denn er muss nicht nur die verschiedenen Schaltabläufe aller Einzelteile präzise einstellen, sondern auch den richtigen Ton finden. Das Stimmen erfordert ein geschultes Gehör und erfolgt ausschließlich von Hand, bis jede der beiden Federn harmonisch und langanhaltend klingt – und sie perfekt miteinander harmonieren.
 

Die Hemmungskonstruktion der blitzenden Sekunde besteht aus einem 30-zahnigen Rad und zwei fünfzackigen Sternen.

Die Funktionen des Rattrapante-Chronographen

 

Die Chronographen-Funktion: Mit dem Chronographen-Drücker am rechten oberen Gehäuserand lassen sich Stoppzeiten ermitteln. Dabei startet die erste Betätigung des Drückers die Messung, mit der zweiten wird die Stoppzeit festgehalten. Der kleine gebläute Zeiger gibt im oberen Hilfszifferblatt die gemessenen Minuten wieder, der vergoldete Chrono-Zentrumzeiger die Sekunden. Die blitzende Sekunde im unteren Hilfszifferblatt zeigt die Sekundenbruchteile auf die Fünftelsekunde genau an. Wird der Drücker zum dritten Mal betätigt, springen alle Chronographen-Zeiger auf null zurück.

 

Die Rattrapante-Funktion: Der Rattrapante-Drücker am linken oberen Gehäuserand erweitert die Möglichkeiten der Zeitmessung. Wird er während einer laufenden Zeitmessung betätigt, bleibt der gebläute Rattrapante-Zentrumzeiger stehen und hält die Zwischenzeit fest. Der vergoldete Chrono-Zentrumzeiger, der bis dahin verdeckt darunter mitlief, läuft dagegen weiter. Bei nochmaliger Betätigung des Rattrapante-Drückers holt der Rattrapante-Zentrumzeiger den Chrono-Zentrumzeiger wieder ein und läuft gemeinsam mit ihm weiter. Dieser Vorgang kann beliebig oft wiederholt werden. Auf diese Weise lassen sich Zwischenzeiten und Vergleichszeiten ermitteln.

 

Die blitzende Sekunde: Die blitzende Sekunde ist eine mechanische Rarität. In fünf Schritten springt der Zeiger einmal pro Sekunde im Kreis. Eine besondere Hemmungskonstruktion sorgt dafür, dass der Zeiger seine Bewegungen blitzschnell und auf den Punkt genau ausführen kann. Der Energiebedarf dieser seltenen Chronographen-Zusatzfunktion ist so hoch, dass er nur durch ein separates Federhaus gedeckt werden kann. 
 

Je kürzer der Monat, desto tiefer ist die Aussparung in der 48er-Stufenscheibe.

Die Funktionen des ewigen Kalenders

 

Die Präzision des ewigen Kalenders: Der ewige Kalender der GRAND COMPLICATION gibt auf dem Zifferblatt das Datum, den Wochentag, den Monat und das Schaltjahr an. Alle Kalenderanzeigen sind so konstruiert, dass sie sprunghaft weiterschalten. Der Mechanismus berücksichtigt dabei nicht nur die unterschiedlichen Monatslängen innerhalb eines Jahres, sondern auch den 29. Februar in Schaltjahren. Die genauen Monatslängen sind durch Aussparungen in der sogenannten 48er-Stufenscheibe kodiert und werden durch einen Hebel mechanisch abgetastet. Je kürzer der Monat, desto tiefer ist die Aussparung. Darüber hinaus verfügt die Uhr über eine Mondphasenanzeige. 

 

Die Korrektur im Jahr 2100: Erst 2100 müssen die Kalenderanzeigen um einen Tag korrigiert werden. Dann greift die Sonderregelung des gregorianischen Kalenders, nach der das Schaltjahr in allen Säkularjahren entfällt, wenn die Jahreszahl nicht durch 400 teilbar ist. Die Einstellung erfolgt dabei über Korrektoren. Mit dem Hauptkorrektor bei 12 Uhr lassen sich alle Kalenderanzeigen um einen Tag vorwärts schalten. Um die Einstellung auch dann einfach durchführen zu können, wenn die Uhr einmal längere Zeit stehen geblieben ist, gibt es zusätzlich zwei separate Korrektoren zur Weiterschaltung des Wochentags und des Monats. Die Mondphase wird immer separat über den Korrektor bei 5 Uhr eingestellt.

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